Powertrain sonstige Warnung TÜV-relevant Kühlmitteltemperatursensor (ECT-Sensor)

Fehlercode P0117

Kühlmitteltemperatursensor Signal zu niedrig

Kurz & klar

Der Fehlercode P0117 bedeutet, dass das Motorsteuergerät ein zu niedriges Spannungssignal vom Kühlmitteltemperatursensor empfängt. Dies deutet meist auf einen Kurzschluss nach Masse im Stromkreis oder einen defekten Sensor hin.

Fehlercode P0117: Kühlmitteltemperatursensor 1 Signal zu niedrig – Kraftstoff & Luft am Fahrzeug
Fehlercode P0117: Kühlmitteltemperatursensor 1 Signal zu niedrig – Kraftstoff & Luft am Fahrzeug Foto: Pixabay auf Pexels
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Was meldet das Steuergerät?

Das Motorsteuergerät (ECU) hat mit dem Fehlercode P0117 ein elektrisches Signal vom Kühlmitteltemperatursensor (ECT-Sensor) empfangen, das außerhalb des zulässigen unteren Bereichs liegt. Konkret ist die vom Sensor an das Steuergerät übermittelte Spannung unter einen vordefinierten Schwellenwert gefallen. Da es sich bei diesem Sensor typischerweise um einen Heißleiter (NTC-Widerstand) handelt, bei dem der Widerstand mit steigender Temperatur sinkt, interpretiert das Steuergerät eine sehr niedrige Spannung als eine extrem hohe, physikalisch unplausible Kühlmitteltemperatur – oft weit über 140°C. Diese Messung widerspricht der Erwartung, besonders bei einem Kaltstart, wo die Kühlmitteltemperatur der Umgebungstemperatur entsprechen sollte.

Die On-Board-Diagnose (OBD) überwacht kontinuierlich die Spannung des ECT-Sensors. Fällt diese Spannung für eine bestimmte Zeitspanne (meist wenige Sekunden) unter einen kritischen Schwellenwert, beispielsweise 0,1 Volt, setzt das Steuergerät den Fehlercode P0117 und aktiviert die Motorkontrollleuchte. Um die Plausibilität zu prüfen, vergleicht die ECU den Wert des ECT-Sensors beim Motorstart mit dem Wert des Ansauglufttemperatursensors (IAT). Weichen diese beiden Werte bei kaltem Motor signifikant voneinander ab, wird der Fehler ebenfalls als Bestätigung gewertet und gespeichert. Das System geht dann von einem elektrischen Defekt aus.

Der Kühlmitteltemperatursensor ist ein einfacher, aber entscheidender Thermistor. Er ist im Wesentlichen ein temperaturabhängiger Widerstand, der seinen elektrischen Widerstand mit der Temperatur des Kühlmittels verändert. Das Motorsteuergerät legt eine Referenzspannung von 5 Volt an den Sensor an und misst die abfallende Spannung, um daraus die exakte Temperatur zu berechnen. Montiert ist er direkt im Kühlmittelkreislauf, meist am Zylinderkopf oder am Thermostatgehäuse. Ein Ausfall kann durch einen internen Kurzschluss, Alterung des Widerstandselements oder durch Korrosion an den Anschlusskontakten verursacht werden, was zu dem fehlerhaften, zu niedrigen Spannungssignal führt.

Dieser Fehlercode ist als mäßig kritisch einzustufen. Da die ECU keine verlässliche Information über die Motortemperatur erhält, kann sie die Kraftstoffeinspritzung (besonders in der Kaltstart- und Warmlaufphase), den Zündzeitpunkt und die Aktivierung des Kühlerventilators nicht mehr korrekt steuern. Als Schutzmaßnahme schaltet der Motor in ein Notlaufprogramm, verwendet einen festen Ersatzwert für die Temperatur (z.B. 90°C) und lässt den Kühlerventilator oft permanent laufen. Dies führt zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch, schlechterem Abgasverhalten und einem unruhigen Motorlauf. Eine Überhitzung des Motors ist zwar unwahrscheinlich, da der Lüfter präventiv läuft, aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Typische Symptome bei P0117

Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass der Fehlercode P0117 aktiv ist. Je mehr Symptome zutreffen, desto wahrscheinlicher:

  • Die Motorkontrollleuchte (MKL) ist aktiviert.
  • Schwierigkeiten beim Starten des kalten Motors oder stark schwankende Drehzahl.
  • Deutlich erhöhter Kraftstoffverbrauch.
  • Schwarzer Rauch aus dem Auspuff, besonders in der Warmlaufphase.
  • Der Kühlerventilator läuft ununterbrochen, auch direkt nach dem Kaltstart.
  • Die Temperaturanzeige im Cockpit fällt aus oder zeigt einen maximalen Wert an.

Häufige Ursachen

Nach Wahrscheinlichkeit geordnet – arbeite die Liste von oben nach unten ab, bevor du Teile tauschst.

#1

Defekter Kühlmitteltemperatursensor (interner Kurzschluss)

Sehr häufig

Die häufigste Ursache ist ein interner Defekt des Sensors selbst. Thermische Belastung und Vibrationen führen über die Zeit zu einem Kurzschluss im Inneren, wodurch der Widerstand gegen Null geht und das Spannungssignal zusammenbricht.

📊 Ab ca. 100.000 km, bei einigen Modellen auch früher.

#2

Kurzschluss im Kabelbaum nach Masse

Häufig

Die Signalleitung vom Sensor zum Steuergerät kann beschädigt sein und Kontakt mit der Fahrzeugmasse (z.B. dem Motorblock) haben. Ursachen sind oft Scheuerstellen, Marderbisse oder Hitzeschäden im Motorraum.

📊 Kann bei jedem Fahrzeugalter auftreten, Risiko steigt mit dem Alter.

#3

Korrosion oder Feuchtigkeit im Stecker

Gelegentlich

Wasser oder Feuchtigkeit im Stecker des ECT-Sensors kann zu Korrosion führen. Die korrodierten Kontakte können eine niederohmige Verbindung (Kurzschluss) zwischen Signal- und Masseleitung herstellen.

📊 Häufiger bei Fahrzeugen, die oft unter feuchten Bedingungen betrieben werden.

#4

Niedriger Kühlmittelstand

Selten

Ist der Kühlmittelstand so niedrig, dass der Sensor in einer Luftblase hängt, kann er falsche Werte liefern. Dies führt zwar meist zu anderen Fehlercodes (P0118 oder Plausibilitätsfehler), kann aber in seltenen Fällen auch P0117 auslösen, wenn das Signal kurzzeitig zusammenbricht.

#5

Defektes Motorsteuergerät (ECM)

Sehr selten

Ein interner Fehler im Motorsteuergerät ist die unwahrscheinlichste Ursache. Der Eingangskreis für das ECT-Signal kann defekt sein. Diese Diagnose sollte erst nach Ausschluss aller anderen möglichen Fehlerquellen in Betracht gezogen werden.

Diagnose Schritt für Schritt

Systematische Fehlersuche vom günstigsten zum aufwändigsten Schritt. Notiere nach jedem Schritt das Ergebnis.

  1. Schritt 1

    Fehlerspeicher auslesen und Sichtprüfung

    Lies den Fehlercode aus und notiere die dazugehörigen Freeze-Frame-Daten. Diese zeigen die Betriebsbedingungen zum Zeitpunkt des Fehlers. Führe anschließend eine gründliche Sichtprüfung des Sensors, seines Steckers und der umliegenden Kabel auf Beschädigungen, Korrosion oder lose Verbindungen durch.

    🔧 OBD2-Diagnosegerät, Taschenlampe · ⏱ 10 Minuten
    Soll-Ergebnis: Der Fehlerspeicher zeigt P0117. Die Sichtprüfung kann bereits einen offensichtlichen Defekt wie einen durchgebissenen Draht oder einen stark korrodierten Stecker aufdecken.
  2. Schritt 2

    Live-Daten auf Plausibilität prüfen

    Bei kaltem Motor die Zündung einschalten und die Live-Daten des Kühlmitteltemperatursensors (ECT) und des Ansauglufttemperatursensors (IAT) vergleichen. Die Werte sollten nur um wenige Grad voneinander abweichen. Ein ECT-Wert von z.B. 140°C bei einem IAT-Wert von 20°C ist ein klares Indiz für einen Fehler.

    🔧 OBD2-Diagnosegerät mit Live-Daten-Funktion · ⏱ 15 Minuten
    Soll-Ergebnis: Bei einem intakten System sind die Temperaturwerte bei kaltem Motor nahezu identisch. Bei Fehler P0117 wird der ECT-Wert einen festen, unrealistisch hohen Wert anzeigen.
  3. Schritt 3

    Widerstand des Sensors messen

    Ziehe den Stecker vom Sensor ab und miss den Widerstand zwischen den beiden Pins des Sensors. Vergleiche den gemessenen Wert mit den Sollwerten des Herstellers für die jeweilige Temperatur. Ein kalter Motor (20°C) sollte ca. 2000-3000 Ohm haben, ein betriebswarmer (90°C) ca. 200-300 Ohm.

    🔧 Multimeter, Reparaturleitfaden mit Sollwerten · ⏱ 20 Minuten
    Soll-Ergebnis: Ein defekter Sensor zeigt oft einen Widerstand nahe Null Ohm (interner Kurzschluss), was P0117 verursacht. Ein unendlich hoher Widerstand (Unterbrechung) würde hingegen Fehler P0118 auslösen.
  4. Schritt 4

    Spannungsversorgung am Stecker prüfen

    Bei abgezogenem Stecker und eingeschalteter Zündung die Spannung am kabelbaumseitigen Stecker messen. Zwischen dem Pin für die 5V-Referenzspannung und der Fahrzeugmasse sollten ca. 5 Volt anliegen. Prüfe auch den Widerstand zwischen dem Masse-Pin am Stecker und der Batteriemasse; er sollte nahe Null Ohm liegen.

    🔧 Multimeter · ⏱ 15 Minuten
    Soll-Ergebnis: Liegen die 5V Referenzspannung und eine gute Masse an, ist die Verkabelung bis zum Stecker wahrscheinlich in Ordnung. Fehlt eine der beiden, liegt der Fehler im Kabelbaum oder im Steuergerät.
  5. Schritt 5

    Kabelbaum auf Kurzschluss nach Masse prüfen

    Um einen Kurzschluss im Kabelbaum zu bestätigen, muss der Stecker am Sensor und am Motorsteuergerät abgezogen sein. Messe den Widerstand zwischen dem Signal-Pin am Sensorstecker und einer zuverlässigen Fahrzeugmasse. Ein Durchgang (Widerstand nahe Null Ohm) bestätigt einen Kurzschluss.

    🔧 Multimeter · ⏱ 25 Minuten
    Soll-Ergebnis: Ein intakter Kabelbaum zeigt hier einen unendlichen Widerstand (keine Verbindung zur Masse). Ist ein Kurzschluss messbar, muss der Kabelbaum repariert oder ersetzt werden.
Diagnose von Fehlercode P0117 in der Werkstatt – Kühlmitteltemperatursensor 1 Signal zu niedrig
Diagnose von Fehlercode P0117 in der Werkstatt – Kühlmitteltemperatursensor 1 Signal zu niedrig Foto: David McElwee auf Pexels

Messwerte & Sollwerte

Referenzwerte für die Live-Daten-Diagnose mit OBD2-Scanner oder Multimeter.

Messwert Bedingung Sollwert Toleranz
ECT-Sensor Widerstand (kalt) Motor aus, Umgebungstemperatur ca. 20°C 2.000 - 3.000 Ω Herstellerangaben beachten
ECT-Sensor Widerstand (warm) Motor auf Betriebstemperatur, ca. 90°C 200 - 300 Ω Herstellerangaben beachten
Referenzspannung am Stecker Zündung AN, Stecker vom Sensor abgezogen 5,0 V ± 0,2 V

Reparaturkosten im Detail

ab 100 € bis 350 €
Kostenaufschlüsselung:
Diagnose in der Werkstatt 50 – 100 €
Kühlmitteltemperatursensor (Marken-OE) 30 – 80 €
Kühlmitteltemperatursensor (Nachbau) 15 – 40 €
Arbeitszeit (0,5-1,5 Stunden) 60 – 180 €

Richtwerte für freie Werkstätten in Deutschland (Stand 2026). Bei Markenwerkstätten liegen die Arbeitskosten 20–40 % höher. Reine Fehlerspeicher-Diagnose kostet typischerweise 40–80 €.

Hersteller-spezifische Hinweise

Der gleiche Code kann bei verschiedenen Marken unterschiedliche Ursachen haben. Typische Auffälligkeiten:

VW/Audi/Skoda/Seat

Bei vielen TDI- und TSI-Motoren des VW-Konzerns (z.B. 1.9 TDI, 2.0 TDI, 1.4 TSI) ist der Kühlmitteltemperatursensor, oft als G62 bezeichnet, eine bekannte Schwachstelle. Ein Ausfall äußert sich häufig durch schlechtes Kaltstartverhalten und permanent laufende Lüfter. Der Tausch ist oft einfach, da der Sensor meist nur mit einer Klammer gesichert ist.

BMW

Bei älteren BMW-Modellen wie dem E46 oder E39 können korrodierte Stecker oder brüchige Kabelisolierungen im motornahen Bereich die Ursache sein. Teilweise sind zwei Temperatursensoren verbaut, einer für das Steuergerät und einer für die Anzeige, was die Diagnose komplexer machen kann.

Mercedes-Benz

Bei Mercedes-Fahrzeugen ist der Fehler seltener auf den Sensor selbst zurückzuführen, hier sollte der Kabelbaum besonders sorgfältig auf Scheuerstellen geprüft werden. Insbesondere bei Kompressor-Motoren können hohe Temperaturen im Motorraum die Kabelisolierung über die Jahre spröde machen.

Ford

Bei Ford-Modellen, insbesondere mit Duratec-HE-Motoren, kann der Sensor an schwer zugänglichen Stellen sitzen. Manchmal muss die Ansaugbrücke demontiert werden, was die Reparaturkosten erhöht. Ein defekter Sensor führt hier oft zu einem sehr unruhigen Leerlauf.

Opel

Bei vielen Opel-Motoren (z.B. Ecotec-Reihe) ist der Sensor gut zugänglich und kostengünstig zu ersetzen. Allerdings kann ein defektes Thermostat, das den Motor nicht auf Betriebstemperatur kommen lässt, fälschlicherweise zu Plausibilitätsfehlern des Temperatursensors führen.

Toyota/Lexus

Bei Toyota-Hybriden ist die Kühlmitteltemperatur ein extrem wichtiger Parameter für das Management des Verbrennungsmotors. Der Fehler P0117 kann hier dazu führen, dass der Elektromodus seltener genutzt wird, um den Motor auf einer sicheren, vordefinierten Temperatur zu halten, was den Kraftstoffverbrauch spürbar erhöht.

Kann ich das selbst reparieren?

Schwierigkeit
Mittel

Der Austausch des Sensors ist oft einfach, die elektrische Fehlersuche erfordert jedoch Fachwissen und ein Multimeter.

Zeitaufwand
0,5-2 Stunden
Benötigte Werkzeuge

OBD2-Diagnosegerät, Multimeter, Steckschlüsselsatz, Zange, Trichter, neues Kühlmittel

Unsere Empfehlung:

Der Austausch des Sensors selbst ist für geübte Schrauber oft machbar. Liegt der Fehler jedoch in der Verkabelung oder ist die Ursache unklar, sollte eine Fachwerkstatt die Diagnose übernehmen, um einen unnötigen und teuren Teiletausch zu vermeiden.

Wann zur Werkstatt?

Ein Werkstattbesuch ist dringend anzuraten, wenn du dir bei der elektrischen Diagnose unsicher bist oder nicht über ein Multimeter verfügst. Das wahllose Tauschen von Teilen kann teurer werden als eine professionelle Fehlersuche. Wenn neben der Motorkontrollleuchte auch eine Überhitzungswarnung im Display erscheint, solltest du das Fahrzeug sicherheitshalber abstellen und eine Werkstatt kontaktieren. Eine gute freie Werkstatt ist für diesen Fehler in der Regel völlig ausreichend. Nur bei dem sehr seltenen Verdacht auf ein defektes Motorsteuergerät ist der Gang zur Markenwerkstatt unumgänglich.

So beugst du vor

Einem Defekt des Sensors selbst kann man kaum vorbeugen, da es sich um ein elektronisches Verschleißteil handelt. Du kannst jedoch die Lebensdauer des gesamten Kühlsystems verlängern, indem du die Wartungsintervalle für das Kühlmittel einhältst und ausschließlich vom Hersteller freigegebene Flüssigkeit verwendest. Ein korrekter Kühlmittelstand und ein einwandfrei funktionierendes Thermostat schaffen stabile Betriebsbedingungen und reduzieren die Belastung für alle Komponenten, einschließlich des Sensors. Regelmäßige Kontrolle des Motorraums auf Marderspuren kann zudem Kabelschäden vorbeugen.

Ähnliche Codes

Häufige Fragen zum Fehlercode

Kann ich mit dem Fehlercode P0117 noch fahren?
Ja, eine Weiterfahrt ist meist möglich, sollte aber auf kurze Strecken zur nächsten Werkstatt beschränkt werden. Der Motor läuft in einem Notprogramm, was zu erhöhtem Verbrauch und schlechterem Motorlauf führt. Behalte die Temperaturanzeige im Auge, auch wenn diese möglicherweise nicht korrekt funktioniert, und achte auf Anzeichen einer Überhitzung.
Wie lange dauert die Reparatur?
Die Diagnose dauert in der Werkstatt etwa 30 bis 60 Minuten. Der Austausch des Sensors selbst ist je nach Zugänglichkeit in 20 bis 90 Minuten erledigt. In den meisten Fällen kannst du dein Fahrzeug noch am selben Tag wieder abholen.
Ist P0117 ein Garantiefall?
Innerhalb der Neuwagengarantie ist ein solcher Defekt in der Regel abgedeckt. Bei einer Gebrauchtwagengarantie oder der gesetzlichen Sachmängelhaftung hängt es davon ab, ob der Mangel nachweislich schon bei Fahrzeugübergabe bestand. Da der Sensor als Verschleißteil gilt, kann die Kostenübernahme nach einigen Monaten schwierig werden.
Fehler gelöscht – kommt er wieder?
Ja, definitiv. Wenn die Ursache, also der defekte Sensor oder der Kurzschluss, nicht behoben wird, erkennt das Motorsteuergerät den Fehler beim nächsten Motorstart sofort wieder. Das Löschen des Codes ist keine Reparatur, sondern nur ein Zurücksetzen der Warnmeldung.
Gibt es eine einfache Sofort-Prüfung?
Ja, mit einem einfachen OBD2-Scanner. Schalte bei kaltem Motor die Zündung ein und lies die Live-Werte für Kühlmitteltemperatur (ECT) und Ansauglufttemperatur (IAT) aus. Zeigt der ECT-Wert einen unrealistisch hohen Wert (z.B. 120-140°C), während der IAT-Wert der Außentemperatur entspricht, ist der Fehlerkreis des ECT-Sensors die Ursache.
Bestehe ich den TÜV mit dem Code P0117?
Nein. Da die Motorkontrollleuchte aktiv ist und es sich um einen abgasrelevanten Fehler handelt, wird dein Fahrzeug die Abgasuntersuchung (AU), die Teil der Hauptuntersuchung ist, nicht bestehen. Der Fehler muss vor der Prüfung fachgerecht behoben und der Fehlerspeicher gelöscht werden.

Fazit

Der Fehlercode P0117 signalisiert ein Problem mit dem Kühlmitteltemperatursensor, meist verursacht durch einen internen Defekt oder einen Kurzschluss. Die Folgen sind ein Notlaufprogramm des Motors, erhöhter Kraftstoffverbrauch und das Nichtbestehen der Abgasuntersuchung. Die Diagnose ist für eine Fachwerkstatt Routine und auch für erfahrene Hobbyschrauber mit der richtigen Ausrüstung durchführbar. Angesichts der geringen Kosten für den Sensor und der Wichtigkeit seiner Funktion für den Motor solltest du die Reparatur nicht aufschieben. Eine zeitnahe Instandsetzung stellt die optimale Motorleistung wieder her und verhindert mögliche Folgeschäden.

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