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E-Auto vs. Verbrenner Rechner

E-Auto vs. Verbrenner Rechner

Lohnt sich der Wechsel auf ein E-Auto für dich wirklich? Der Rechner vergleicht Anschaffung, Strom-/Sprit-Kosten, Steuer, THG-Quote und Wartung – und zeigt dir den Break-even in Jahren.

Positive Zahl = E-Auto teurer, negative = günstiger

E-Auto

Ø 2026: 32 ct Haushalt, 45–65 ct öffentlich AC, 55–89 ct DC

Verbrenner

Übernimmst du aus deinem Steuerbescheid

2026 realistisch: 55–105 € für PKW

Break-even (Amortisations-Zeitpunkt)
— Jahre

Ersparnis pro Jahr

— €
Betrieb (Strom vs Sprit)

Nach 5 Jahren

— €

Nach 10 Jahren

— €

Vereinfachte Rechnung ohne Wertverlust-Differenz, Wartungskosten-Differenz und Zinsen auf gebundenes Kapital. E-Autos haben derzeit einen schnelleren Wertverlust (siehe Wertverlust-Rechner) und geringere Wartungskosten (etwa 30 % weniger als Verbrenner). Beide Effekte gleichen sich in der Regel weitgehend aus.

Kurz erklärt

Ein E-Auto amortisiert sich bei 15.000 km/Jahr und einem Aufpreis von 5.000–8.000 € gegenüber dem Verbrenner nach etwa 5–7 Jahren. Entscheidend sind Strompreis (Haushalt 32 ct/kWh vs. öffentlich 55–89 ct/kWh), reale Fahrleistung, Kraftstoffpreis und die THG-Prämie. Mit PV-Eigenstrom sinkt der Break-even auf 2–3 Jahre. An öffentlichen Schnellladern kann das E-Auto sogar teurer werden als der Verbrenner.

Wie lange dauert es, bis sich mein E-Auto rechnet?

Die Amortisation eines E-Autos hängt an vier Stellschrauben: Aufpreis gegenüber dem vergleichbaren Verbrenner, jährliche Kilometerleistung, Strompreis und Kraftstoffpreis. Bei den durchschnittlichen deutschen Werten von 2026 ergibt sich folgendes Bild:

SzenarioErsparnis/JahrBreak-even
10.000 km, Haushaltsstrom550 €10+ Jahre
15.000 km, Haushaltsstrom850 €6 Jahre
25.000 km, Haushaltsstrom1.400 €4 Jahre
15.000 km, PV-Eigenstrom1.550 €3 Jahre
15.000 km, öffentlich laden− 200 €nie

Basis: E-Auto-Aufpreis 5.000 €, Verbrenner 6,5 L/100 km Benzin, E-Auto 18 kWh/100 km, THG-Prämie 85 €.

Wo lade ich am günstigsten?

Der Strompreis pro Kilowattstunde macht den größten Unterschied. Übersicht der Ladekosten 2026:

  • PV-Eigenstrom (eigenes Dach): 8–12 ct/kWh – der Königsweg
  • Haushaltsstrom mit dynamischem Tarif: 22–28 ct/kWh (Tibber, Awattar)
  • Haushaltsstrom Standard: 30–35 ct/kWh
  • Öffentlich AC (Aral pulse, EnBW): 45–65 ct/kWh
  • Öffentlich DC-Schnelllader: 55–89 ct/kWh (Ionity 89 ct)
  • Ionity ohne Abo (Ad hoc): 89 ct/kWh – teurer als Benzin

Wer ausschließlich öffentlich lädt, verliert praktisch den gesamten wirtschaftlichen Vorteil des E-Autos. Für Reine-Öffentlich-Lader: Auto-Abo oder Miete kann günstiger sein als Kauf.

Welche zusätzlichen Kostenfaktoren gibt es?

Der reine Betriebskostenvergleich blendet vier Effekte aus, die je nach Fall wichtig sind:

  1. Wertverlust: E-Autos verlieren aktuell 8–12 % mehr Wert pro Jahr als Verbrenner – bei einem 40.000-€-Auto sind das rund 3.500 € nach 5 Jahren.
  2. Wartungskosten: E-Autos brauchen 30–40 % weniger Werkstattbesuche – das kompensiert den höheren Wertverlust ungefähr.
  3. Versicherung: E-Autos sind wegen der teuren Reparaturen (Akku) meist 10–20 % teurer in der Kaskoversicherung.
  4. Wallbox-Investition: 800–2.000 € einmalig, wenn du zu Hause laden willst.

Für wen lohnt sich der Wechsel jetzt schon?

Klare Ja-Fälle im Jahr 2026: Vielfahrer über 20.000 km/Jahr, Haushalte mit PV-Anlage, Firmenfahrzeuge (0,25-%-Regel bei Elektroauto vs. 1 % bei Verbrenner), Menschen mit gesicherter Lademöglichkeit am Wohnort. Nein-Fälle: Wenig-Fahrer unter 8.000 km, keine private Lademöglichkeit, häufige Langstrecken über 500 km ohne Wartezeit-Toleranz. Zwischen diesen Polen liegt eine große Grauzone, in der der Amortisations-Rechner die individuelle Antwort liefert – emotionale Faktoren wie Fahrspaß, Silence und CO₂-Bilanz nicht eingerechnet.

Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Fahrleistung lohnt sich ein E-Auto?
Faustregel: Bei 15.000 km/Jahr, Haushaltsstrom für 32 ct/kWh und einem realistischen Aufpreis von 5.000–8.000 € gegenüber dem vergleichbaren Verbrenner liegt der Break-even bei rund 5–7 Jahren. Mit PV-Eigenstrom, hohem Fahrpensum und teurem Kraftstoff reduziert sich die Zeit auf 3–4 Jahre.
Was kostet ein E-Auto im Vergleich zu einem Verbrenner pro 100 Kilometer?
Bei Haushaltsstrom (32 ct/kWh) und Ø 18 kWh Verbrauch: 5,76 € pro 100 km. Ein vergleichbarer Benziner mit 6,5 L Verbrauch bei 1,72 €/L: 11,18 € pro 100 km. Ersparnis: rund 50 %. An öffentlichen Schnellladern (65 ct/kWh) sind es 11,70 € pro 100 km – dann fährt der Benziner sogar günstiger.
Wie stark spart eine eigene PV-Anlage bei der E-Auto-Amortisation?
Photovoltaik-Strom kostet dich rund 8–12 ct/kWh (Investition auf 20 Jahre umgelegt). Damit fährst du für 1,80 € pro 100 km – das sind 80 % weniger als mit Benzin. Der Break-even beim E-Auto reduziert sich typischerweise von 6 auf 2–3 Jahre, wenn du mindestens 40 % PV-Anteil beim Laden hast.
Sind die Wartungskosten beim E-Auto wirklich niedriger?
Ja, im Schnitt 30–40 % weniger als beim Verbrenner. Es entfallen: Motoröl, Zündkerzen, Zahnriemen, Kupplung, Auspuff, DPF, Abgasuntersuchung. Es bleiben: Bremsflüssigkeit, Innenraumfilter, Reifen und alle 60.000 km ein Getriebeöl-Wechsel. Bremsbeläge halten dank Rekuperation deutlich länger.
Wie wirkt sich der Wertverlust auf die Amortisation aus?
E-Autos verlieren derzeit rund 8–12 % mehr Wert pro Jahr als vergleichbare Verbrenner. Das entspricht bei einem 40.000-€-Auto etwa 3.000–4.000 € Zusatzverlust nach 5 Jahren. Diese Differenz gleicht die Wartungskosten-Ersparnis meist wieder aus – die Bilanz bleibt beim Betriebskosten-Vorteil hängen.
Ab wann fällt die Kfz-Steuer-Befreiung für E-Autos weg?
Für Erstzulassungen zwischen dem 18.05.2011 und dem 31.12.2025 gilt die volle Steuerbefreiung bis zum 31.12.2030. Danach zahlst du eine reduzierte Steuer auf 50 % des Fahrzeuggewichts – für einen VW ID.3 (1,9 t) sind das etwa 30 € pro Jahr. Fahrzeuge mit Erstzulassung ab 2026 müssen ggf. sofort reguläre Steuer nach Gewicht zahlen.
Fachlich geprüft von Tim Förster · E-Mobilitäts-Redaktion · Motor Kompakt Redaktion