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AU 2026: Alle neuen Regeln für die Abgasuntersuchung

Die AU 2026 bringt strengere Regeln für Dein Auto. Erfahre hier alles über die neuen Grenzwerte, das geänderte Prüfverfahren nach § 47a StVZO und wie Du teure Nachprüfungen bei der Abgasuntersuchung vermeidest. Jetzt informieren!

AU 2026: Alle neuen Regeln für die Abgasuntersuchung
Kurz & klar

Die AU 2026 verschärft die Abgasuntersuchung durch die verpflichtende Partikelzählung für Euro-6/VI-Dieselfahrzeuge mit einem Grenzwert von 250.000 Partikeln/cm³. Zudem werden die OBD-Prüfroutinen durch eine genauere Kontrolle der Readiness-Codes erweitert. Ziel ist es, manipulierte oder defekte Abgassysteme zuverlässiger zu erkennen und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Partikelzählung Pflicht: Ab 2026 müssen Euro-6/VI-Diesel eine Partikelzählung mit strengem Grenzwert bestehen.
  • Strengere OBD-Prüfung: Das Auslesen des Fehlerspeichers wird um die Prüfung von Readiness-Codes erweitert.
  • Kein Tricksen mehr: Ein kurz vor der Prüfung gelöschter Fehlerspeicher führt wegen nicht gesetzter Readiness-Codes zum Durchfallen.
  • Wartung ist entscheidend: Ein intakter Partikelfilter und saubere Sensoren sind für das Bestehen der AU 2026 unerlässlich.
  • Kosten steigen: Die neuen, aufwendigeren Messverfahren bei der AU 2026 werden voraussichtlich zu höheren Prüfgebühren führen.
📑 Inhaltsverzeichnis (aufklappen)
  1. Was ändert sich konkret bei der AU 2026?
  2. Die Partikelzählung im Detail: Ablauf und Grenzwerte
  3. Erweiterte OBD-Prüfung und häufige Fehlerquellen
  4. Vorbereitung auf die AU 2026: So bestehst Du sicher
  5. Häufige Fragen

Die AU 2026 steht vor der Tür und bringt entscheidende Änderungen für die regelmäßige Abgasuntersuchung Deines Fahrzeugs. Diese Anpassungen, die auf § 47a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) basieren, zielen darauf ab, die Emissionen im realen Fahrbetrieb besser zu erfassen und Manipulationen an der Abgasreinigungsanlage aufzudecken. Für Dich als Fahrzeughalter bedeutet das vor allem, dass die Prüfung genauer und strenger wird. Insbesondere Fahrer von Dieselfahrzeugen der Abgasnorm Euro 6 müssen sich auf ein neues Messverfahren einstellen. Die AU neue Regeln 2026 sind eine direkte Reaktion auf die Notwendigkeit, die Luftqualität zu verbessern und sicherzustellen, dass die Abgassysteme moderner Autos über ihre gesamte Lebensdauer hinweg korrekt funktionieren. Ein bestandener Test bleibt dabei eine zwingende Voraussetzung für den Erhalt der neuen HU-Plakette.

Was ändert sich konkret bei der AU 2026?

Die signifikanteste Neuerung der AU 2026 ist die verpflichtende Einführung der Partikelzählung (PN-Messung) für alle Dieselfahrzeuge der Abgasnormen Euro 6 und Euro VI. Bisher wurde bei der Diesel-AU lediglich die Trübung des Abgases gemessen, ein Verfahren, das bei modernen Fahrzeugen mit Partikelfilter an seine Grenzen stößt. Ein defekter oder gar entfernter Dieselpartikelfilter (DPF) konnte so oft unentdeckt bleiben. Die Partikelzählung misst nun direkt die Anzahl der ausgestoßenen Rußpartikel und ist um ein Vielfaches genauer. Darüber hinaus wird die Prüfung der On-Board-Diagnose (OBD) intensiviert. Es reicht nicht mehr aus, dass keine Warnleuchte im Cockpit aktiv ist. Die Prüfer kontrollieren zukünftig verstärkt die sogenannten Readiness-Codes. Diese internen Systemtests des Motorsteuergeräts müssen alle als „abgeschlossen“ markiert sein, um die volle Funktionsfähigkeit aller abgasrelevanten Komponenten zu bestätigen. Die Abgasuntersuchung 2026 wird somit zu einer wesentlich gründlicheren Systemprüfung.

Die Partikelzählung im Detail: Ablauf und Grenzwerte

Das neue Prüfverfahren der AU 2026 für betroffene Dieselfahrzeuge ist präzise definiert. Zunächst wird der Motor auf seine Betriebstemperatur gebracht. Anschließend führt der Prüfer eine spezielle Messsonde in das Endrohr Deines Autos ein. Die Messung erfolgt bei einer erhöhten Leerlaufdrehzahl, um eine repräsentative Abgasprobe zu erhalten. Der gesetzlich festgelegte Grenzwert ist streng: Er liegt bei 250.000 Partikeln pro Kubikzentimeter (cm³). Wird dieser Wert überschritten, gilt die Abgasuntersuchung als nicht bestanden. Dieser harte Grenzwert stellt sicher, dass nur Fahrzeuge mit einem vollständig intakten und funktionierenden Dieselpartikelfilter die Prüfung bestehen. Für Dich bedeutet das, dass die Wartung dieses Bauteils noch wichtiger wird. Ein Defekt, der früher vielleicht unbemerkt blieb, führt mit der AU 2026 unweigerlich zum Durchfallen.

Vergleich der Messverfahren

Prüfverfahren Gemessener Wert Grenzwert (Beispiel) Betroffene Fahrzeuge (Diesel)
Trübungsmessung (alt) Lichtabsorption durch Ruß (k-Wert) ca. 0,5 m⁻¹ Euro 5 und älter
Partikelzählung (neu ab AU 2026) Anzahl der Partikel pro cm³ 250.000 Partikel/cm³ Euro 6 / VI
TÜV-Relevant

Ein frisch gelöschter Fehlerspeicher führt oft zum Durchfallen! Wenn die Readiness-Codes nicht gesetzt sind, weil die Batterie abgeklemmt oder der Speicher kurz vor der Prüfung gelöscht wurde, gilt die AU als nicht bestanden. Das Bordsystem muss erst einen kompletten Fahrzyklus durchlaufen, um alle Selbsttests abzuschließen.

Erweiterte OBD-Prüfung und häufige Fehlerquellen

Die On-Board-Diagnose ist das Gehirn Deiner Abgasreinigung. Die AU 2026 legt einen stärkeren Fokus auf die Daten, die das Motorsteuergerät liefert. Ein abgasrelevanter Fehlercode wie P0420 (Katalysatorsystem Wirkungsgrad unter Schwellenwert) führt sofort zum Nichtbestehen. Doch auch ohne aktive Fehlercodes kann die Prüfung scheitern. Häufige Ursachen für schlechte Abgaswerte, die oft erst bei der Messung auffallen, sind vielfältig. Dazu gehören ein defekter Luftmassenmesser, der dem Motorsteuergerät falsche Luftwerte meldet, oder ein undichter Ansaugtrakt, der zu einer fehlerhaften Gemischbildung führt. Ebenso kritisch sind eine träge oder defekte Lambdasonde, ein verkoktes Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) oder Probleme mit der Kurbelgehäuseentlüftung. Diese Defekte erhöhen nicht nur die Emissionen, sondern oft auch den Kraftstoffverbrauch und können auf lange Sicht zu teuren Folgeschäden wie einem Katalysatorschaden führen.

Vorbereitung auf die AU 2026: So bestehst Du sicher

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel, um die Hürden der AU 2026 problemlos zu meistern und eine teure Nachprüfung zu vermeiden. Die wichtigste Maßnahme ist, das Auto vor dem Prüftermin ausreichend warmzufahren. Eine Strecke von mindestens 15 Kilometern, idealerweise inklusive eines kurzen Autobahnabschnitts, bringt Motor, Katalysator und Partikelfilter auf die notwendige Betriebstemperatur. Nur so können die Systeme optimal arbeiten und die Abgaswerte im grünen Bereich liegen. Achte zudem auf eine regelmäßige Wartung Deines Fahrzeugs gemäß Herstellervorgaben. Ein frischer Ölwechsel und ein sauberer Luftfilter sind essenziell. Höre auf Dein Auto: Ein verändertes Startverhalten, unrunder Motorlauf oder ein gestiegener Spritverbrauch sind oft erste Anzeichen für Probleme, die bei der AU relevant werden könnten. Offizielle Informationen zu den Prüfvorgaben stellt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bereit, während der VdTÜV-Mängelreport häufige Beanstandungen auflistet.

Profi-Tipp

Eine längere, zügige Autobahnfahrt vor dem Termin kann bei Dieselfahrzeugen Wunder wirken. Dadurch wird die Regeneration des Dieselpartikelfilters angestoßen und dieser „freigebrannt“. Ablagerungen im Abgassystem werden bei hoher Betriebstemperatur effektiv reduziert, was die Abgaswerte für die AU 2026 positiv beeinflusst.

Die AU 2026 eine notwendige Verschärfung der Abgasvorschriften darstellt. Sie sorgt für eine effektivere Überwachung der Abgasreinigungssysteme und hilft, die Umweltbelastung zu reduzieren. Für Dich als Halter bedeutet dies eine größere Verantwortung für den technischen Zustand Deines Fahrzeugs. Sieh die strengere Prüfung nicht als Schikane, sondern als wichtigen Gesundheitscheck für Dein Auto und als Beitrag für saubere Luft.

Häufige Fragen

Welche Fahrzeuge sind von der Partikelzählung bei der AU 2026 betroffen?

Die Partikelzählung ist ab 2026 für alle Dieselfahrzeuge der Abgasnormen Euro 6 und Euro VI verpflichtend. Dies betrifft Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Lkw. Ältere Dieselfahrzeuge sowie Benziner werden weiterhin nach den bisherigen Verfahren geprüft, solange keine neuen gesetzlichen Regelungen in Kraft treten.

Was passiert, wenn mein Auto die AU 2026 nicht besteht?

Wenn Dein Fahrzeug die AU nicht besteht, erhältst Du auch keine neue HU-Plakette. Du bekommst eine Mängelliste und musst die Ursache für die schlechten Abgaswerte in einer Werkstatt beheben lassen. Anschließend musst Du das Fahrzeug innerhalb eines Monats zur Nachprüfung vorführen, die erneut kostenpflichtig ist.

Kann ich den Fehlerspeicher einfach vor der AU löschen?

Nein, das ist keine gute Idee. Moderne Prüfgeräte erkennen, ob der Fehlerspeicher kürzlich gelöscht wurde, indem sie die sogenannten Readiness-Codes auslesen. Sind diese nicht gesetzt, gilt die AU als nicht bestanden, auch wenn keine Fehlercodes aktiv sind. Das Fahrzeug muss erst einen definierten Fahrzyklus absolvieren.

Werden die Kosten für die Hauptuntersuchung durch die AU 2026 steigen?

Ja, es ist sehr wahrscheinlich, dass die Kosten steigen werden. Die Anschaffung der neuen Partikelzählgeräte für die Werkstätten und der erhöhte Zeitaufwand für die Messung werden von den Prüforganisationen voraussichtlich an die Fahrzeughalter weitergegeben. Rechne mit Mehrkosten im zweistelligen Euro-Bereich.