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THG-Quote-Rechner

THG-Quote-Rechner 2026

Als Halter eines E-Autos, E-Roller oder E-LKW bekommst du jedes Jahr eine Prämie ausgezahlt (Treibhausgasminderungs-Quote). Vergleich der aktuellen Anbieter.

Aktuelle Anbieter (Stand 2026)
Anbieter Prämie Auszahlung Bewertung

Prämien schwanken stark mit dem Zertifikate-Markt und können sich monatlich ändern. Werte sind Richtwerte – die tatsächlichen Auszahlungen findest du auf den Anbieter-Seiten. Wir sind mit keinem Anbieter finanziell verbunden.

Kurz erklärt

Die THG-Prämie ist ein jährlicher Geldbetrag, den du als Halter eines rein elektrischen Fahrzeugs beantragen kannst – für PKW aktuell zwischen 55 € und 105 € pro Jahr, für LKW über 3,5 t sogar bis zu 2.800 €. Der Antrag ist kostenlos und geht online über einen Vermittler (z. B. Emobia, ADAC Elektrovorteil, THG-Trader). Voraussetzung: reines Elektro, kein Hybrid, Zulassung auf deinen Namen.

Wie funktioniert die THG-Quote 2026?

Deutschland hat sich verpflichtet, den CO₂-Ausstoß im Verkehr zu reduzieren. Die Mineralölwirtschaft muss deswegen jedes Jahr eine steigende Treibhausgasminderungs-Quote nachweisen. Weil sie das nicht allein schafft, dürfen sie CO₂-Einsparungen von anderen kaufen – etwa die eingesparten Emissionen deines E-Autos. Dein E-Auto spart pro Jahr rechnerisch rund 640 kg CO₂ (Standardwert des Umweltbundesamts), diese Einsparung wird zertifiziert und an die Mineralölkonzerne weiterverkauft. Der Vermittler behält eine Marge und gibt den Rest an dich weiter.

Wie hoch ist die THG-Prämie aktuell?

FahrzeugklassePrämie 2026Prämie 2022 (Vergleich)
PKW (M1)55 – 105 €300 – 400 €
Leichte Nutzfahrzeuge (N1)250 – 400 €500 – 700 €
LKW > 3,5 t (N2/N3)1.200 – 2.800 €2.500 – 4.500 €
Busse (M3)800 – 1.900 €1.500 – 3.000 €

Warum sind die Preise gefallen? Der Zertifikate-Markt ist überangeboten, weil deutlich mehr E-Autos zugelassen sind als erwartet – und weil die Bundesregierung 2024/2025 die Regeln für zusätzliche Anbieter gelockert hat.

Welchen Anbieter soll ich wählen?

Es gibt drei Entscheidungskriterien:

  1. Höhe der Prämie: 5–15 € Unterschied zwischen den Top-Anbietern sind normal.
  2. Auszahlungsdauer: Die meisten zahlen 4–8 Wochen nach Beantragung, einige (ADAC, Alfen) brauchen bis 12 Wochen.
  3. Seriosität: Große Anbieter wie ADAC Elektrovorteil oder EnBW mobility+ haben zwar oft niedrigere Prämien, sind aber finanziell abgesichert. Kleine No-Name-Vermittler mit sehr hohen Prämien sind manchmal insolvenzgefährdet – Vorsicht bei Vorkasse-Modellen.

Kann ich mehrere Jahre auf einmal beantragen?

Nein. Die Quote gilt immer nur für ein Kalenderjahr. Was du 2025 versäumt hast, kannst du 2026 nicht mehr nachholen. Setz dir am besten eine Kalendererinnerung für Januar jedes Jahres, um deine Prämie zu sichern. Manche Anbieter bieten mittlerweile ein Abo-Modell an, das den Antrag automatisch stellt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die THG-Quote und wer bekommt sie?
Die THG-Quote (Treibhausgasminderungs-Quote) ist eine gesetzliche Verpflichtung für Mineralölkonzerne, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Sie können sich davon freikaufen, indem sie CO₂-Einsparungen von E-Auto-Haltern erwerben. Jeder Halter eines rein elektrischen Fahrzeugs (M1/N1/N2/N3/M3) kann die Quote seines Autos jedes Jahr an einen Vermittler verkaufen.
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
Für PKW liegt die Prämie 2026 zwischen 55 € und 105 € pro Jahr – deutlich niedriger als 2022, als noch 300–400 € üblich waren. Der Rückgang liegt am Zertifikate-Überangebot. Für leichte Nutzfahrzeuge sind 250–400 €, für LKW über 3,5 t sogar 1.200–2.800 € pro Jahr möglich.
Wie oft kann ich die THG-Prämie beantragen?
Einmal pro Jahr und pro Fahrzeug. Der Antrag gilt jeweils für ein Kalenderjahr, gestellt werden kann er ab Januar für das laufende Jahr. Die Auszahlung erfolgt nach Anerkennung durch das Umweltbundesamt (UBA) – aktuell 4 bis 12 Wochen je nach Anbieter.
Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?
Nur die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) als Foto oder Scan. Der Fahrzeugschein muss auf deinen Namen laufen, das Fahrzeug muss reines Elektro sein (kein Hybrid), und du darfst die Quote nicht bereits für dieses Kalenderjahr an einen anderen Anbieter verkauft haben.
Muss ich die THG-Prämie versteuern?
Für Privatpersonen: nein. Die Prämie gilt nach aktuellem BMF-Schreiben nicht als steuerpflichtige Einnahme. Bei gewerblicher Nutzung wird sie als Betriebseinnahme verbucht und ist entsprechend umsatz- und einkommensteuerpflichtig.
Was passiert, wenn ich das Auto mitten im Jahr verkaufe?
Wer die Quote als Erstes im Kalenderjahr beantragt hat, bekommt das Geld – unabhängig davon, wer das Auto danach fährt. Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos solltest du also mit dem Vorbesitzer klären, ob die Quote für das laufende Jahr bereits verkauft ist.
Fachlich geprüft von Tim Förster · E-Mobilitäts-Redaktion · Motor Kompakt Redaktion