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TÜV-Kosten 2026: Was HU und AU wirklich kosten – und wo du sparst

Die Preisspanne für die Hauptuntersuchung liegt bundesweit zwischen 143 und 170 Euro. Wo du den günstigsten Termin findest und welche Vorbereitung wirklich spart.

TÜV-Kosten 2026: Was HU und AU wirklich kosten – und wo du sparst

Die Hauptuntersuchung gehört zu den festen Kostenpunkten des Autobesitzers. 2026 liegt die Preisspanne bundesweit zwischen 143 und 170 Euro – eine Erhöhung von rund 5 Prozent gegenüber 2024. Wo die Unterschiede herkommen und wie man am sinnvollsten spart.

Was kostet die HU aktuell?

Die Prüfgebühren sind nicht einheitlich geregelt, sondern werden von den Prüfgesellschaften (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS) in Zusammenarbeit mit den Ländern festgelegt. Daraus ergeben sich regional unterschiedliche Preise.

Preisspanne PKW Benziner und Diesel

Bundesland HU + AU kombiniert
Bayern 144 – 155 €
Baden-Württemberg 148 – 162 €
Nordrhein-Westfalen 143 – 158 €
Niedersachsen 146 – 161 €
Berlin 152 – 170 €
Sachsen 143 – 154 €

Warum HU und AU zusammen?

Die Abgasuntersuchung (AU) wurde 2010 in die Hauptuntersuchung integriert. Wer noch getrennte Termine wahrnimmt, zahlt mehr und hat mehr Aufwand. Heute ist die AU regulär Teil der HU, bei allen Prüforganisationen.

Wo sind die Kosten niedriger?

  • Kleinere Prüfstellen (DEKRA, GTÜ, KÜS) sind oft günstiger als TÜV Süd oder TÜV Nord.
  • Werkstätten, die auch prüfen – der Prüfer kommt zur Werkstatt, du zahlst nur die Prüfgebühr, keine zusätzlichen Fahrtkosten.
  • Elektroautos: Ersparnis bei der AU von etwa 40 Euro, weil keine klassische Abgasmessung nötig ist.

Was macht die HU wirklich teurer?

Die angezeigten Preise sind die reinen Prüfgebühren. Hinzu kommen Nebenkosten:

  • Nachprüfung bei Mängeln: 25 bis 45 Euro innerhalb eines Monats
  • Abholung/Bringen durch Werkstatt: 10 bis 30 Euro
  • Verspätungszuschlag: keine offizielle Regelung, aber einige Stellen rechnen intensivere Prüfung ab 2 Monaten Überschreitung ab

Vorbereitung, die wirklich spart

Einer der größten Kostentreiber ist die Nachprüfung. 20 Prozent aller Fahrzeuge fallen bei der HU durch. Die Nachprüfung kostet 30 Euro und bedeutet Zeit. Mit wenigen Prüfungen vor dem Termin lässt sich das oft vermeiden:

  1. Beleuchtung vollständig prüfen: Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Nebel, Bremslicht, Rückfahrscheinwerfer, Kennzeichenbeleuchtung
  2. Reifenprofil: Mindestens 1,6 mm, besser 3 mm. Messlehre reicht.
  3. Bremsen-Funktionstest: Vollbremsung aus 50 km/h auf geradem Untergrund. Zieht das Fahrzeug zur Seite = Werkstatt vor der HU.
  4. Warnleuchten: Motorkontrollleuchte, ABS, ESP, Airbag – alle müssen nach Zündung ausgehen.
  5. Scheibenwischer: Neue Wischblätter sind eine der günstigsten Investitionen vor der HU (15 bis 30 Euro).
  6. Betriebsstoffe: Öl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit – Füllstand prüfen.
  7. Sichtprüfung Rost: Tragende Teile (Schweller, Unterboden, Domlager) checken.
Rechtlicher Hinweis

Die HU darf bis zu 2 Monate nach dem aufgedruckten Monat ohne Verzug nachgeholt werden. Danach erhöhen sich nicht nur Prüfgebühren, bei Kontrollen drohen auch Ordnungsgelder zwischen 15 und 60 Euro.

Was schnell durchfällt

Häufige Mängel Anteil
Beleuchtung 22 %
Reifen/Räder 18 %
Bremsanlage 15 %
Umwelt/Abgas 12 %
Achsen/Federung 10 %

Quelle: aggregierte Mängelstatistiken der Prüforganisationen.