Powertrain sonstige Warnung TÜV-relevant Lambdasonde nach Katalysator (Monitorsonde)

Fehlercode P0136

Lambdasonde Bank 1 Sensor 2 Signalfehler

Kurz & klar

Der Fehlercode P0136 bedeutet, dass das Motorsteuergerät eine Fehlfunktion im Stromkreis der Lambdasonde 2 auf Bank 1 (nach dem Katalysator) festgestellt hat. Diese Sonde überwacht die Effizienz des Katalysators.

Fehlercode P0136: Lambdasonde Bank 1 Sensor 2 Signalfehler – Powertrain sonstige am Fahrzeug
Fehlercode P0136: Lambdasonde Bank 1 Sensor 2 Signalfehler – Powertrain sonstige am Fahrzeug Foto: VOLKAN SORKUN auf Pexels
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Was meldet das Steuergerät?

Das Motorsteuergerät (ECM) hat für den Fehlercode P0136 eine unplausible Spannung oder ein fehlerhaftes Signal von der Lambdasonde 2 der Zylinderbank 1 empfangen. Diese Sonde, auch Monitorsonde genannt, sitzt hinter dem Katalysator und hat die Aufgabe, dessen Funktion zu überwachen. Physikalisch erwartet das Steuergerät hier ein relativ stabiles, leicht fettes Spannungssignal (typischerweise zwischen 0,5 und 0,8 Volt), das anzeigt, dass der Katalysator den Sauerstoff im Abgas erfolgreich für die Nachbehandlung der Schadstoffe speichert und umwandelt. Ein fehlerhaftes Signal kann bedeuten, dass die Spannung für längere Zeit zu niedrig (mager), zu hoch (fett) ist, gar nicht vorhanden ist oder unlogisch schwankt.

Die On-Board-Diagnose (OBD) führt kontinuierlich Tests durch, sobald die betriebsnotwendigen Bedingungen erfüllt sind – dazu gehören ein betriebswarmer Motor und ein geschlossener Regelkreis (Closed Loop). Für den P0136 überwacht das ECM die Spannung der Monitorsonde. Wenn diese Spannung für eine vordefinierte Zeitspanne (oftmals 30 bis 60 Sekunden) einen kritischen Schwellwert unter- oder überschreitet (z.B. konstant unter 0,1V oder über 0,9V bleibt), interpretiert das System dies als Fehlfunktion im Stromkreis. Nach Erkennen dieses Zustands in meist zwei aufeinanderfolgenden Fahrzyklen wird der Fehlercode P0136 im Fehlerspeicher abgelegt und die Motorkontrollleuchte (MIL) aktiviert.

Die betroffene Lambdasonde ist ein elektrochemischer Sensor, meist eine Zirkoniumdioxid-Sonde. Ihr Kernstück ist ein Keramikelement, das bei hohen Temperaturen (ab ca. 300°C) für Sauerstoffionen leitfähig wird. Durch den Vergleich des Restsauerstoffgehalts im Abgas mit dem Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft erzeugt die Sonde eine Spannung. Eine hohe Spannung (ca. 0,9V) signalisiert ein fettes Gemisch (wenig Restsauerstoff), eine niedrige Spannung (ca. 0,1V) ein mageres Gemisch (viel Restsauerstoff). Ausfallen kann die Sonde durch Alterung und Verschleiß des Sensorelements, durch Verunreinigungen (Öl, Kühlmittel, Silikon), durch thermischen Schock (z.B. durch Fahren durch tiefes Wasser) oder durch mechanische Beschädigung der Verkabelung.

Der Fehlercode P0136 ist nicht unmittelbar kritisch für den Motor, ein sofortiges Anhalten ist nicht erforderlich. Der Motor läuft in der Regel ohne spürbare Einschränkungen weiter und aktiviert meist keinen Notlaufmodus. Ignorierst Du den Fehler jedoch über längere Zeit, können teure Folgeschäden entstehen. Da das Steuergerät die Funktion des Katalysators nicht mehr verifizieren kann, wird ein defekter Katalysator möglicherweise nicht erkannt. Dies kann dazu führen, dass der Katalysator überhitzt und schmilzt, was einen extrem teuren Austausch nach sich zieht. Zudem wird das Fahrzeug die nächste Abgasuntersuchung definitiv nicht bestehen.

Typische Symptome bei P0136

Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass der Fehlercode P0136 aktiv ist. Je mehr Symptome zutreffen, desto wahrscheinlicher:

  • Die Motorkontrollleuchte (MIL) leuchtet dauerhaft.
  • Das Fahrzeug besteht die Abgasuntersuchung (AU) nicht.
  • In manchen Fällen kann der Kraftstoffverbrauch leicht ansteigen.
  • Selten kommt es zu einem unruhigen Motorlauf oder leichtem Ruckeln.
  • Bei einem gleichzeitig defekten Katalysator kann ein Geruch nach faulen Eiern (Schwefel) aus dem Auspuff wahrnehmbar sein.
  • Ein spürbarer Leistungsverlust ist bei diesem Fehlercode sehr unwahrscheinlich.

Häufige Ursachen

Nach Wahrscheinlichkeit geordnet – arbeite die Liste von oben nach unten ab, bevor du Teile tauschst.

#1

Defekte oder gealterte Lambdasonde

Sehr häufig

Die Lambdasonde ist ein Verschleißteil. Mit der Zeit altert das Sensorelement oder wird durch Ablagerungen aus dem Verbrennungsprozess kontaminiert, was zu falschen oder ausbleibenden Signalen führt. Dies ist die mit Abstand häufigste Ursache für den Fehlercode P0136.

📊 Ab ca. 100.000 km, bei Kurzstreckenfahrzeugen auch früher

#2

Beschädigte Verkabelung oder Steckverbindung

Häufig

Die Verkabelung der Sonde ist durch ihre Nähe zum heißen Auspuff und ihre Lage am Unterboden anfällig für Beschädigungen. Hitzeschäden, aufgescheuerte Isolierungen durch Vibrationen oder Korrosion am Stecker durch Feuchtigkeit sind typische Fehlerbilder.

📊 Kann bei jedem Fahrzeugalter auftreten, häufiger bei älteren Fahrzeugen

#3

Undichtigkeit im Auspuffsystem

Gelegentlich

Ein Riss oder eine undichte Flanschverbindung im Auspuffrohr vor der Monitorsonde lässt Frischluft (Sauerstoff) in den Abgasstrom gelangen. Die Sonde misst diesen Sauerstoff und meldet fälschlicherweise ein permanent mageres Gemisch (niedrige Spannung), was das Steuergerät als Fehler interpretiert.

📊 Typisch für Fahrzeuge mit hoher Laufleistung oder Korrosionsschäden

#4

Defekter Katalysator

Selten

Ein defekter Katalysator kann seine Speicherfähigkeit für Sauerstoff verlieren. In diesem Fall verhält sich das Signal der Monitorsonde ähnlich sprunghaft wie das der vorderen Regelsonde, was vom Steuergerät als Plausibilitätsfehler gewertet werden kann. Meist wird hier aber zuerst der Fehlercode P0420 (Wirkungsgrad Katalysator) gesetzt.

📊 Ab ca. 150.000 km oder als Folge von Zündaussetzern

#5

Fehler im Motorsteuergerät (ECM)

Sehr selten

Ein interner Defekt im Motorsteuergerät, speziell im Eingangsschaltkreis für die Lambdasonde, ist extrem selten, aber nicht unmöglich. Diese Ursache sollte erst nach Ausschluss aller anderen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, da der Austausch des Steuergeräts sehr teuer ist.

Diagnose Schritt für Schritt

Systematische Fehlersuche vom günstigsten zum aufwändigsten Schritt. Notiere nach jedem Schritt das Ergebnis.

  1. Schritt 1

    Sichtprüfung & Fehlerspeicher auslesen

    Lies zunächst den Fehlerspeicher komplett aus. Achte auf begleitende Fehlercodes wie P0137, P0138, P0141 oder P0420. Führe anschließend eine gründliche Sichtprüfung der Lambdasonde, ihrer Verkabelung und der Auspuffanlage im Bereich des Katalysators durch. Suche nach offensichtlichen Beschädigungen, geschmolzenen Kabeln oder starken Korrosionsspuren.

    🔧 OBD2-Diagnosegerät, Taschenlampe, Hebebühne oder Grube · ⏱ 15 Minuten
    Soll-Ergebnis: Der Fehlerspeicher ist idealerweise leer bis auf P0136. Die Verkabelung und der Stecker sind unbeschädigt, fest und sauber.
  2. Schritt 2

    Live-Daten der Lambdasonden analysieren

    Bringe den Motor auf Betriebstemperatur. Beobachte die Spannungssignale von Lambdasonde 1 (vor Kat) und Lambdasonde 2 (nach Kat) bei erhöhter, konstanter Drehzahl (ca. 2.500 U/min). Die vordere Sonde sollte schnell zwischen ca. 0,1V und 0,9V pendeln. Die hintere Sonde (Sensor 2) sollte ein stabiles Signal zwischen 0,5V und 0,8V zeigen.

    🔧 OBD2-Diagnosegerät mit Live-Daten-Funktion · ⏱ 15 Minuten
    Soll-Ergebnis: Ein stabiles Spannungssignal von Sensor 2. Ist das Signal permanent bei 0V oder nahe 1V, oder pendelt es genauso schnell wie das von Sensor 1, liegt ein Fehler vor.
  3. Schritt 3

    Verkabelung und Steckverbindungen prüfen

    Trenne den Stecker der Lambdasonde und den Stecker am Motorsteuergerät. Prüfe mit dem Multimeter die Leitungen (Signalleitung, Masseleitung, Heizungsleitungen) auf Durchgang, Kurzschluss gegen Masse und Kurzschluss gegen Plus. Überprüfe auch die Spannungsversorgung für die Sondenheizung bei eingeschalteter Zündung.

    🔧 Multimeter, Schaltplan des Fahrzeugs · ⏱ 30 Minuten
    Soll-Ergebnis: Alle Leitungen haben vollen Durchgang (Widerstand < 1 Ohm) und keinen Schluss gegen Masse oder Plus. Die Spannungsversorgung der Heizung liegt bei ca. 12V.
  4. Schritt 4

    Auspuffanlage auf Undichtigkeiten prüfen

    Die professionellste Methode ist das Einleiten von Rauch in die kalte Abgasanlage. Undichte Stellen werden durch austretenden Rauch sichtbar. Alternativ kann bei laufendem Motor vorsichtig Bremsenreiniger auf verdächtige Stellen (Flansche, Schweißnähte) gesprüht werden; eine Änderung der Motordrehzahl deutet auf eine Undichtigkeit hin.

    🔧 Nebelmaschine für Abgasanlagen oder alternativ Bremsenreiniger · ⏱ 20 Minuten
    Soll-Ergebnis: Aus der Abgasanlage tritt an keiner Stelle vor der Monitorsonde Rauch oder Nebel aus.
  5. Schritt 5

    Lambdasonde direkt prüfen oder tauschen

    Miss den Widerstand des Heizelements der ausgebauten Sonde. Der Wert sollte den Herstellervorgaben entsprechen (meist im Bereich von 4-20 Ohm). Da die Signalprüfung einer ausgebauten Sonde aufwändig ist und die vorherigen Schritte auf die Sonde als Ursache hindeuten, ist der Austausch auf Verdacht oft der wirtschaftlichste letzte Schritt, wenn Verkabelung und Auspuff in Ordnung sind.

    🔧 Multimeter, Lambdasonden-Schlüssel · ⏱ 45 Minuten
    Soll-Ergebnis: Der Widerstand des Heizelements liegt im Sollbereich. Ein Austausch der Sonde behebt den Fehler.
Diagnose von Fehlercode P0136 in der Werkstatt – Lambdasonde Bank 1 Sensor 2 Signalfehler
Diagnose von Fehlercode P0136 in der Werkstatt – Lambdasonde Bank 1 Sensor 2 Signalfehler Foto: Mathias Reding auf Pexels

Messwerte & Sollwerte

Referenzwerte für die Live-Daten-Diagnose mit OBD2-Scanner oder Multimeter.

Messwert Bedingung Sollwert Toleranz
Spannung Lambdasonde 2 (nach Kat) Motor betriebswarm, Drehzahl konstant bei ca. 2.500 U/min 0,5 V - 0,8 V Signal muss stabil sein, keine schnellen Sprünge
Spannung Lambdasonde 1 (vor Kat) Motor betriebswarm, Drehzahl konstant bei ca. 2.500 U/min Pendelt schnell zwischen 0,1 V und 0,9 V Mindestens ein kompletter Sprung pro Sekunde
Widerstand Sondenheizung (Sensor 2) Motor aus, Stecker der Sonde getrennt, Sonde kalt 4 - 20 Ω (Herstellerangabe prüfen!) ± 2 Ω

Reparaturkosten im Detail

ab 80 € bis 400 €
Kostenaufschlüsselung:
Diagnose in der Fachwerkstatt 40 – 100 €
Lambdasonde (Marken-OE-Qualität, z.B. Bosch, NTK, Denso) 80 – 200 €
Lambdasonde (Nachbau) 40 – 90 €
Arbeitszeit für Austausch (0,5 - 1,5 Stunden) 60 – 180 €

Richtwerte für freie Werkstätten in Deutschland (Stand 2026). Bei Markenwerkstätten liegen die Arbeitskosten 20–40 % höher. Reine Fehlerspeicher-Diagnose kostet typischerweise 40–80 €.

Hersteller-spezifische Hinweise

Der gleiche Code kann bei verschiedenen Marken unterschiedliche Ursachen haben. Typische Auffälligkeiten:

VW/Audi/Skoda/Seat

Bei älteren Modellen der VAG-Gruppe (z.B. Golf IV, Audi A3 8L/8P) sind oft die Kabelbäume im Bereich des Unterbodens durch Alterung und Umwelteinflüsse beschädigt. Eine genaue Prüfung der Isolierung und der Steckerpins auf Korrosion ist hier besonders wichtig, bevor die Sonde getauscht wird.

BMW

Bei vielen 6-Zylinder-Motoren (z.B. M54, N52) kann der Zugang zur Lambdasonde nach Kat sehr verbaut sein, was den Arbeitsaufwand erhöht. Es ist wichtig, genau die richtige Sonde für Bank 1 zu identifizieren, da Verwechslungen leicht passieren.

Mercedes-Benz

Ähnlich wie bei BMW ist die Verwendung von hochwertigen Ersatzteilen (Bosch oder Original) entscheidend, da die Motorsteuergeräte empfindlich auf abweichende Sensorcharakteristiken reagieren können. Billige Nachbausonden führen oft zu Folgefehlern.

Ford

Bei Modellen wie dem Focus oder Fiesta ist eine häufige Ursache für unplausible Lambdasondenwerte eine Undichtigkeit am Flexrohr des Auspuffs. Dieses sollte bei der Diagnose besonders gründlich auf Risse oder poröse Stellen untersucht werden.

Opel

Bei älteren Opel-Modellen (z.B. Astra G/H, Corsa C/D) ist die Lambdasonde selbst ein sehr häufiges Verschleißteil. Die Diagnose ist hier oft unkompliziert und der Austausch der Sonde führt meist direkt zum Erfolg.

Toyota/Lexus

Die Systeme sind sehr robust, aber wenn der Fehler auftritt, ist es fast immer die Sonde selbst. Es wird dringend empfohlen, ausschließlich Original-Sensoren von Denso zu verwenden, da das Motormanagement sehr präzise auf deren Signale abgestimmt ist.

Kann ich das selbst reparieren?

Schwierigkeit
Mittel

Der Austausch erfordert Arbeiten unter dem Fahrzeug und oft spezielles Werkzeug für festsitzende Sonden.

Zeitaufwand
1-2 Stunden
Benötigte Werkzeuge

OBD2-Diagnosegerät, Hebebühne oder stabile Auffahrrampen, Steckschlüsselsatz, geschlitzter Lambdasonden-Schlüssel (22mm), Drehmomentschlüssel, Rostlöser, Multimeter

Unsere Empfehlung:

Der Austausch der Sonde ist für einen erfahrenen Hobbyschrauber machbar, sofern das Werkzeug vorhanden ist. Die größte Hürde ist oft eine im Auspuff festgerostete Sonde. Wenn Du unsicher bei der elektrischen Diagnose bist oder die Sonde sich nicht lösen lässt, überlasse die Arbeit besser einer Werkstatt, um Schäden am Gewinde des Katalysators zu vermeiden.

Wann zur Werkstatt?

Du solltest definitiv eine Werkstatt aufsuchen, wenn Du nicht über die notwendige Ausrüstung wie eine Hebebühne, ein Multimeter oder einen Lambdasondenschlüssel verfügst. Besonders kritisch wird es, wenn die alte Sonde extrem festgerostet ist – hier kann bei unsachgemäßem Vorgehen das teure Abgasrohr oder der Katalysator beschädigt werden. Auch wenn neben P0136 weitere Fehlercodes, insbesondere der Katalysator-Code P0420, gespeichert sind, ist eine professionelle Diagnose ratsam, um nicht unnötig Teile zu tauschen. Eine gute freie Werkstatt ist für diesen Standardfehler absolut ausreichend. Der Gang zur Markenwerkstatt ist nur bei Garantiefragen oder sehr komplexen, untypischen Fehlerbildern notwendig.

So beugst du vor

Um die Lebensdauer der Lambdasonde zu maximieren, solltest Du auf die Qualität des Kraftstoffs achten und den Motor regelmäßig auf längeren Strecken bewegen, damit er seine volle Betriebstemperatur erreicht und Ablagerungen freibrennen kann. Vermeide den Einsatz von nicht freigegebenen Kraftstoffadditiven oder Motorölen, die Silikon enthalten, da dies den Sensor vergiften kann. Halte die Wartungsintervalle für Zündkerzen und Luftfilter ein, denn Zündaussetzer führen zu unverbranntem Kraftstoff im Abgas, der die Sonde und den Katalysator schädigen kann. Beim Austausch solltest Du immer auf hochwertige Markenqualität (z.B. Bosch, NTK, Denso) setzen, da Billigsensoren oft eine kurze Lebensdauer haben und ungenaue Signale liefern.

Ähnliche Codes

Häufige Fragen zum Fehlercode

Kann ich mit dem Fehlercode P0136 noch fahren?
Ja, in den meisten Fällen kannst Du mit diesem Fehler weiterfahren, da keine unmittelbare Gefahr für den Motor besteht. Das Fahrverhalten ist meist unauffällig. Du solltest die Reparatur jedoch zeitnah einplanen, um mögliche Folgeschäden am teuren Katalysator zu vermeiden und die Umweltbelastung zu reduzieren.
Wie lange dauert die Reparatur?
Eine Werkstatt benötigt für die Diagnose und den Austausch der Lambdasonde in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten. Wenn die Sonde stark festgerostet ist und sich nur schwer lösen lässt, kann der Zeitaufwand auch etwas höher ausfallen.
Ist P0136 ein Garantiefall?
Innerhalb der Neuwagengarantie, insbesondere der spezifischen Emissionsgarantie (oft länger als die allgemeine Garantie), ist dieser Fehler in der Regel abgedeckt. Bei einer Gebrauchtwagengarantie hängt es von den genauen Bedingungen ab, da Lambdasonden oft als Verschleißteile eingestuft werden. Ein Kulanzantrag bei geringer Überschreitung der Garantiezeit kann sich lohnen.
Fehler gelöscht – kommt er wieder?
Ja, definitiv. Das Löschen des Fehlercodes behebt nicht die zugrundeliegende Ursache. Das Motorsteuergerät wird seinen Diagnosetest im nächsten Fahrzyklus erneut durchführen und den Fehler wieder speichern, sobald die fehlerhaften Werte erneut erkannt werden. Die Motorkontrollleuchte geht dann wieder an.
Gibt es eine einfache Sofort-Prüfung?
Eine einfache Prüfung für Laien ist die Sichtkontrolle. Leuchte mit einer Taschenlampe auf die Verkabelung der Sonde, die in den Auspuff geschraubt ist. Wenn Du ein durchgebissenes, durchgescheuertes oder geschmolzenes Kabel siehst, hast Du die Ursache wahrscheinlich gefunden. Auch ein lautes Zischen oder Blasen aus dem Auspuff bei laufendem Motor kann auf eine Undichtigkeit hindeuten.
Bestehe ich den TÜV/die AU mit diesem Code?
Nein. Der Fehlercode P0136 ist ein abgasrelevanter Fehler. Bei der Hauptuntersuchung wird der Fehlerspeicher ausgelesen. Ein aktiver Fehlercode dieser Art führt zum sofortigen Nichtbestehen der Abgasuntersuchung (AU). Die Motorkontrollleuchte muss für eine erfolgreiche Prüfung ebenfalls aus sein.

Fazit

Der Fehlercode P0136 ist ein häufiger und meist klar definierter Hinweis auf ein Problem mit der Monitorsonde nach dem Katalysator. In den allermeisten Fällen ist die Sonde selbst oder ihre Verkabelung die Ursache. Obwohl der Fehler keine akute Gefahr darstellt, solltest Du ihn nicht ignorieren, um die Gefahr eines teuren Katalysatorschadens zu bannen und die Umwelt zu schonen. Die Diagnose ist mit dem richtigen Werkzeug logisch und nachvollziehbar. Wenn Du über Erfahrung und die passende Ausrüstung verfügst, kannst Du die Reparatur selbst durchführen. Im Zweifelsfall ist der Gang zu einer kompetenten freien Werkstatt der sichere und oft kostengünstigste Weg, um das Problem dauerhaft zu beheben.

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